Automatismen und sonstige Macken

Ich drehe in Restaurants immer den Kaffeelöffel vor Gebrauch um. Bestimmt schon seit zehn Jahren und ohne Ausnahme. Wenn Sie schon einmal mit Ihrer Zunge verkrusteten Dreck ertastet haben, tun Sie das auch. In 90 % ist das Umdrehen nur eine Sicherheitsmaßnahme …

Jeder hat irgendwelche Macken oder Angewohnheiten. Schon mit ein wenig Nachdenken habe ich zahlreiche andere entdeckt. Zum Beispiel:

Mein Wohnungsschlüssel muss in der Hosentasche sein. Das gibt meistens eine unschöne Beule, zumal mein Schlüssel an einem längeren Band hängt. So spüre ich, dass ich den Schlüssel bei mir habe und muss auch nie großartig in einer Tasche kramen bis ich ihn finde.

Ich muss Schokolade und Kekse immer aufessen – egal, wie viel es ist. Keine Übertreibung! Wenn ich fünf Tafeln daheim hätte, würde ich auch alle fünf in einem Rutsch essen. Und natürlich würde ich niemals nur zwei, drei Kekse essen, sondern immer die ganze Packung.

Auf der Treppe nehme ich die Hände aus der Tasche. Das war der eigentliche Auslöser für diesen Artikel: Ich war auf dem Weg zur U-Bahn und hatte die Hände in den Taschen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich immer immer immer auf der Treppe die Hände frei mache, damit ich beim Hinfallen nicht ungebremst auf die Fresse knalle. Und nein, ich bin noch nie eine Treppe runtergefallen.

Bei Kuverts reiße ich die Adressaufkleber ab, wenn ich sie in öffentliche Mülleimer werfe. Auf dem Weg zur U-Bahn die Post aufgerissen oder ein Paket direkt in der Post ausgepackt und die Verpackung wegschmeißen? Nur, wenn ich meine Adresse rausgerissen habe. Die nehme ich dann mit nach Hause und werfe sie in den Papiermüll. Warum? Weiß ich nicht genau. Vermutlich, damit der Serienmörder, der zufällig neben mir steht, nicht meine Adresse kennt.

Ich habe eine hohe Wieder-Geh-Rate. Der Grund: meine nicht vorhandene Unfähigkeitstoleranz. Wenn Leute mich warten lassen, weil sie lieber privat schwätzen, sich mies organisieren, nichts auf die Reihe kriegen oder auch es nicht für nötig halten, mir zu signalisieren, dass sie mich überhaupt wahrnehmen, gehe ich. An einem Samstag wollte ich zum Frühstücken und habe hintereinander drei Lokale wieder verlassen. Dass Sie mich richtig verstehen: Ich habe nichts dagegen, zu warten, wenn jemand fleißig arbeitet oder etwas Unvorhergesehenes passiert ist.

Sobald ich in ein Auto steige, gurte ich mich an. Das ist ein von Kindheit an gelernter Automatismus, genau wie der Handgriff, Einwickelpapier oder gebrauchte Taschentücher wieder einzustecken. Ich würde mich nie nicht angurten und würde mich extrem unsicher fühlen, wenn es nicht ginge.

Ich mag gleiche Plätze. In Seminaren sitze ich gerne auf dem gleichen Stuhl, ich gehe gerne in die gleiche Toilettenkabine, ich setze mich in Lokalen gerne an den gleichen Tisch. Das ist dann jeweils mein Platz.

Unordentliche Flyer und Handzettel muss ich ordnen. Wenn an einer Kasse, an einem Messestand oder in einer Arztpraxis Werbezettel wild durcheinander liegen, kann ich das nicht mit ansehen. Wenn ich eh gerade warte, ordne ich die Stapel fein säuberlich. Besonders auf Messen ist es mir ein Rätsel, wie viele Aussteller ihren Stand total verkommen lassen. Ach, da fällt mir auf, dass ich in Klamottenläden auch immer Kleidungsstücke aufheben “muss”, die im Dreck liegen. Und glauben Sie jetzt nicht, ich bin ein Putzteufel mit Ordnungszwang.

Ich überprüfe immer, ob der Herd aus ist, bevor ich die Wohnung verlasse, auch wenn er gar nicht an war. Und das ist noch nicht alles: bei mir gibt es kein offenes Feuer in der Wohnung, ich habe überall Kippschalter und wenn ich mehrere Tage weg bin, mache ich sogar die Sicherungen raus. Das kommt, weil ich in einer meiner ersten Stellen bei der Kriminalpolizei im Brandkommissariat gearbeitet habe. Eine meiner Aufgaben war es, morgens alle Brände in München in eine Datenbank einzugeben. Das hat mich auf Ewigkeiten sensibilisiert.

Na, haben Sie auch merkwürdige oder lustige Angewohnheiten?

11 Antworten auf Automatismen und sonstige Macken

  • Silke sagt:

    Hallo Gitte,

    Macken? Ja, einige.

    Siezen/ duzen – schriftlich duzen geht problemlos, mündlich duzen und ich kenne jemanden nicht wirklich (Seminarteilnehmer z. B. ) geht ziemlich holprig. Muss mich immer wieder daran erinnern, warne in Seminaren immer schon vor, damit keiner betrübt ist :-) .

    Fenster zu/ Türen zu/ Heizung runter gedreht/ keine Kerze brennt? – Vor jedem, aber auch wirklich jedem Verlassen der Wohnung oder Seminarräumen.. selbst im Sommer und wenn keine Kerze angezündet wurde.

    morgendliches An die Arbeit gehen am Schreibtisch – Erstmal weit lüften, Tee eingießen (im Winter Stövchen anzünden, Teekanne drauf platzieren, Tasse daneben stellen) und die erste halbe Stunde geistig auf Betriebstemperatur kommen.

    Als Teilnehmerin bei Veranstaltungen – wenn es möglich ist immer in Blickrichtung zum Fenster sitzen, vor allem wenn es draußen grün ist, Bäume oder andere Pflanzen zu sehen sind. Irgendwie wichtig. Platz egal, hauptsache ich kann in die Ferne gucken…

  • Ann sagt:

    Hallo Gitte,

    also einige Macken teilen wir :-)

    “Mein Wohnungsschlüssel muss in der Hosentasche sein.”
    Jepp, und zwar rechts.

    “Ich muss Schokolade und Kekse immer aufessen – egal, wie viel es ist.”
    Leider *seufzzzz*. Früher ging das Hüftgold wenigstens wieder runter. Aber ich kann gewisse Unförmigkeiten ja mit dem Riesenschlüsselbund in der Hosentasche begründen. Erstens trägt der arg auf und zweitens versaut er, kiloschwer wie er das Beinkleid nach unten zieht, natürlich die Paßform, hehe.

    “Sobald ich in ein Auto steige, gurte ich mich an.”
    Stimmt, das sitzt felsenfest in den Knochen.

    “Ich mag gleiche Plätze.”
    Dito. Das ersteckt sich auch auf Züge und U-Bahnen und Busse, wenn ich sie regelmäßig nutze.

    @Silke: den Favoritenplatz mit dem Blick aus dem Fenster kann ich sehr gut nachvollziehen!

    “Ich überprüfe immer, ob der Herd aus ist, bevor ich die Wohnung verlasse, auch wenn er gar nicht an war.”
    Durchaus. Das gilt aber nur für Haus verlassen. Leider kann ich nämlich sehr wohl mit noch “anner” Herdplatte gedankenverloren aus der Küche spazieren. Bis jetzt ging’s -zum Glück- immer gut. Trotzdem Zeit für Induktionskochfelder!

    Alas, nun zu meinen individuellen Macken *g*

    Ich rede mit meinen Pflanzen – und mit meinem Fahrrad.
    Wenn ich mal wieder gar nicht zum Gießen komme, wird meine Botanik belabert (Wann hab ich mir eigentlich den grünen Daumen eingefangen? Weshalb bringe ich es nicht übers Herz Ableger wegzuschmeißen, sondern topfe die auch noch ein?!). “Morgen gibt’s was zu trinken”, erzähle ich ihnen dann, “haltet die eine Nacht noch durch, ich bin so müde. Aber morgen bestimmt!”
    Und das Fahrrad quatsche ich morgens beim Festmachen am Bahnhof voll. “Siehst Du, das ist doch ein feiner Platz, und der rote Kollege da neben Dir sieht doch nett aus!” (Bescheuert, ich weiß :-/)

    Ich muß mir beim Schlafen einen Schal um den Kopf (inklusive Augen) wickeln.
    Weil: sonst friert es mich nachts am Kopf, was ganz und gar scheußlich ist und mir meistens auch noch Kopfschmerzen beschert. So blöd waren unsere Altvorderen mit ihren Nachtmützen gar nicht!

    Die Schlummertaste am Wecker wurde für mich erfunden.
    Jaha- da kann ich nämlich drei- bis viermal draufhauen und mich freuen, daß noch jeweils zehn Minuten rausspringen zum Dösen. Gleich später stellen ist viel zu verschlafgefährlich.

    Ich poliere gerne. Möbel einwachsen, Böden bohnern, Silber putzen oder Kieselsteine blank reiben entspannt mich total (So hingeschrieben klingt das nach einer mittelkräftigen Neurose, oder? Fensterputzen gehört allerdings nicht in diese Kategorie, das finde ich grausig!)
    Aber ansonsten: wenn man mir einen Gegenstand vorsetzt, eine Schmiere und einen weichen Lappen in die Hand drückt, kann man mich sehr glücklich machen – derweil sich in der Spüle der Abwasch türmt. (Jesses, bin ich eigentlich tatächlich so verschroben? Hilfe!)

    Man kann mich getrost mit Hunderten von Euro ausgestattet durch Schuh- und Klamottenläden jagen, es wird auch nach Stunden (uäh, schrecliche Vorstellung!) kein Cent fehlen. Selbst IKEA verlasse ich ohne Teelichter und Deko-Gedöns. Allerdings komme ich aus keinem Baumarkt raus, ohne nicht wenigstens ein paar Unterlegscheiben erstanden zu haben.

    Und eine weitere ausgeprägte, schlimme Einkaufsmacke habe ich außerdem. *beicht*:

    Wenn es nämlich in einem Supermarkt etwas Neues, Noch-Nie-Dagewesenes gibt und womöglich noch draufsteht: “limitierte Edition”, muss ich das ausprobieren.
    Ich bin vermutlich der einzige Mensch, dem man auf diese Tour sogar Joghurt in der Geschmackrichtung Kiwi-Stachelbeer-Kernseife andrehen könnte.
    So bin ich schon an melonen- oder lebkuchenduftendes Spülmittel, an exotischere Sorten Zotter-Schokolade, äußerst merk-/fragwürdige Liköre und allerlei befremdliche Weichspüler- und Zahnpastaaromen geraten… *g*

    So. Mehr Macken habe ich nicht!! *fingerhintermrückenkreuz*
    Jedenfalls gebe ich sie nicht zu. Schließlich muß ich erstmal damit fertig werden, daß ich wohl auch so schon merkwürdig genug bin :-)

    Ein wunderschönes und erholsames Wochenende Euch allen!

    Viele liebe Grüße!

    Ann

  • Gitte Härter sagt:

    Hahahaha, Silke und Ann, ich lach mich krank! Nicht nur ob Eurer schönen Macken, sondern weil ich bei einigen gleich heftig genickt habe … und mir natürlich bei Eurer Lektüre gleich noch weitere eingefallen sind:

    - Ich muss unnötige Lichter ausmachen (auch bei anderen Leuten). Es macht mich ganz wahnsinnig, wenn beispielsweise in einem Hausflur ein Licht brennt, wo gar keiner ist!

    - Ich rede auch, und zwar begrüße ich in Lokalen mein Essen. Freudig schaue ich auf den Teller, winke oft sogar und sage “Halloooo Essen!”

    - Und mir kann man alles verkaufen, was ein MINI-Format hat. Minikleiner Honig? Muss ich haben, auch wenn ich gar kein Honigesser bin. Alles, was süß aussieht, weil es kleiner ist als normal, muss ich haben.

    - Was ich eigentlich auch oft tun WÜRDE, mich aber bisher noch mit Gewalt zurückhalte, ist, das Telefon in Geschäften, Lokalen oder Arztpraxen abzuheben. Ich kann es nicht mit anhören, wenn es klingelt und klingelt und klingelt und klingelt. Irgendwann fällt diese Barriere auch noch …

    Ein schönes Wochenende!
    Gitte

  • Silke sagt:

    Mir sind auch noch einige eingefallen:

    - bei Problemen gehe ich raus, je weiter ich laufen kann desto besser. Wenn etwas mich richtiggehend schockt, setze mich auf ein stilles Örtchen und denke. Dort geht es irgendwie am Besten.

    - Wenn ich Zeit habe und anfange spazieren zu gehen, kann es sein, dass ich den ganzen Tag laufend unterwegs bin und erst abends merke, wie entspannt ich bin. Leider tue ich es zu selten.

    - Ich fahre gerne (unerlaubterweise) in Gegenrichtung des Radwegs. Kann teuer werden, die Fahrradstreifen der Polizei sieht man schlechter als früher – dunkelblau kontra senfgelb. Na, immerhin sehen sie hübscher aus:-)

    - Habe immer etwas zu schreiben mit, meist Mini-Notizblock und Bleistift, der verschmiert auch bei Regen nicht.

    - wenn ich in München bin, statte ich immer (echt immer) der UNI-Reitschule am Engl. Garten einen Besuch ab. Letztes Mal kam ich sogar in den Genuss einer Reitstunde, hatte vorsichtshalber Chaps und Stiefeletten mit genommen :-) .

  • Ann sagt:

    ….hab auch noch eine, ich hab auch noch eine *hüpf*

    ich kann nur mit dem linken Ohr telefonieren. Immer schon, es kann also keine berufsdedingte Gewohnheit sein, von wegen Hörer zwischen Ohr und Schulter links, damit man rechts noch schreiben kann, sondern bereits im Kinderalter. Neugierigerweise hab ich mal nachmessen lassen: Hörvermögen ist auf beiden Seiten gleich. Daran liegt’s also auch nicht, daher –>

    richtige, echte Macke :-)

    Außerdem sitze ich unheimlich gerne auf Treppen (am liebsten natürlich Holz, ist nicht so kalt). Beim Laufen nachdenken, so wie Du, Silke, könnte ich überhaupt nicht, auf Treppenstufen hingegen geht das sehr gut. Aber nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Lesen oder Telefonieren – Treppe ist prima. Deshalb wäre mein Traumhaus niemals nicht eingschossig, notfalls müßte ich mir ein Faketreppe ins Nix einbauen lassen, Treppengeländer zum Durchgucken inklusive, Regale passen ja zur Not immer drunter… Auf die obersten Stufen, wo man nimmer sitzen kann wegen Zimmerdeckennähe kommen dann Bücher (ist alles schon ausgetüftelt, wie Ihr seht!)

    Entschuldigung, falls ein Haufen Vertipper drin ist, ich seh heut irgendwie nix und die Fingerkoordination läßt auch sehr zu wünschen übrig!

    Liebe Grüße!

    Ann

  • Ann sagt:

    @Gitte: wenn Du so anfällig für Minis bist, dann hüte Dich vor dem Paul Schrader-Katalog. Der ist voll niedlicher Honig- und Marmeladenpröbchen-Kleinstgläser… ;-)

  • Petra sagt:

    Liebe Gitte,

    zunächst einmal herzlichen Dank für die wunderbare Anregung – ich bin begeistert!!!

    … und noch ein paar Macken:

    Egal ob Kekse oder Chips, zuerst müssen (!) die Abgebrochenen und Angeknacksten von ihrem Schicksal erlöst werden, erst dann die anderen. (Von meinem Gekicher angelockt, schaut mir gerade mein Mann über die Schulter und sagt: “Wie, Du machst das auch!?” – HiHiHi, welch eine Erkenntnis nach mehr als 23 Jahren unseres Zusammenseins!!!).

    Ich liebe die Farbe Pink – wenn es um Klamotten und den einen Farbklecks geht und in meinem beruflichen Umfeld, vom Notizzettel bis zur Thermoskanne. So macht mir arbeiten einfach Spaß und glaube ich den vielen positiven Rückmeldungen, sehe ich dabei auch noch klasse aus ;) ))

    Schnürsenkel gehören nach dem Ausziehen der Schuhe in die Schuhe hinein … oder sieht das jemand etwa anders …

    Und ja, ich liebe Schuhe der Marke, die auf englisch zum Nachdenken auffordert – flach, bequem und einfach anders – dann macht sogar mir das Einkaufen Spaß, was ansonsten eher nicht so der Fall ist.

    Abends vor dem Schlafen gehen muss das Wohnzimmer aufgeräumt sein und die Küche sowieso, bis auf die Gläser aus dem Wohnzimmer, die nicht in die Spülmaschine kommen, die sind aber wirklich die einzige Ausnahme …

    Einen schönen Restsonntag!
    Petra

  • Gitte Härter sagt:

    Ist es nicht wunderbar, wie absurd manches, was wir so automatisch tun (oder tun “müssen”!)?!

    Über die angebrochenen und angeknacksten Kekse und Chips habe ich mich köstlich amüsiert und vor allen Dingen die Ehe-Enthüllung. HAHAHA! – Auf Treppen sitze ich übrigens auch besonders gerne.

    Wir Menschen sind schon merkwürdig manchmal …

  • Anne sagt:

    Hallo Gitte,

    das mit dem Schlüssel kenne ich auch, allerdings habe ich ihn immer in oder an der Hand. Meist habe ich einen Finger in einem Schlüsselring stecken, da ich die Hand fürs Portemonnaie brauche. Mein Gedanke dabei ist, dass ein potentieller Schlüsselklauer auch gleich meinen Finger mitnehmen muss. ;)
    Das gibt mir eine gewisse Sicherheit, da ich auch viele Fremd-Schlüssel (Praxis, VHS und so) habe.
    Gurten ist bei mir auch Pflicht, das ist aber auch wirklich schon so drin, dass ich mich “nackt” fühle, wenn der Gurt fehlt.

    Eine Macke habe ich noch, die mir selbst gar nicht so aufgefallen war, bis meine Friseurin meinte, ich müßte mal so einen Schnitt haben, wo hinten das Deckhaar auf halber Höhe abegschnitten ist: Da hatte ich plötzlich nichts mehr zum Festhalten!
    Denn immer, wenn es brenzlig wird oder ich ein Problem habe (oder mir vielleicht ein paar Streicheleinheiten geben muss), fasse ich mit einer Hand an den Hinterkopf, wuschel einmal durch und gut ist!
    Ich mache das wohl öfter, denn neulich hat mal ein Bekannter mich an dieser Handbewegung erkannt als ich vor einem Schaufenster stand. Er hatte mich nur von hinten gesehen, meinte aber, dass sei so eine typische Anne-Bewegung :)

    Liebe Grüße
    Anne

  • Edeltraud sagt:

    Liebe Gitte,

    mit diesem Artikel hast du auch bei mir ganz schön einiges aufgewirbelt.

    Ich trage auch den Schlüssen in der Hosentasche, rechts, weil links ist das Handy drin.
    Ich habe niemals eine Handtasche mit, so im weiblichen Sinn. (Worauf eine Freundin meinte, ich sei schon sehr reduziert.)
    Ich habe auch kein Taschentuch mit. (Hab eh fast immer jemanden mit, der eins hat.)
    Wenns etwas zum Aufschreiben gibt, tippe ich es in mein Handy.
    Kaum steige ich ins Auto, fällt mir ein, ich hab was vergessen und muss noch mal ind Haus. (Einfach verrückt.)
    Im Stammcafé habe ich die Kaffeevariante Nr. 32 (leichter Bohnenkaffe ohne Milch und Zucker mit extra viel Schlagobers).
    Bei gutem Essen oder Süßigkeiten esse ich immer zuerst, was ich nicht so gerne mag, (Marzipan) oder beim Spargel hebe ich mir die Spitze (für mich das Beste) immer zum Schluss auf.
    An der Wursttheke bin ich auch eine häufige “wieder Geherin”, wenn sie alle zusammen sind und tratschen, oder gar hinten verschwinden, wenn sie Kunden sehen. (Mein Mann sagt: “Die stellen sicher schon die Haare auf, wenn sie dich sehen!”)

    Noch so eine Macke. Ich schaffe es nicht, dass der Tisch abgeräumt ist. Irgend was liegt immer drauf. (Buch, Post, irgendwelches Verpackungsmaterial. (Ich sollte es so machen wie meine Freundin Gerlinde. Sie hat im Wohnzimmer keinen Tisch, damit niemand was drauflegen kann.) Natürlich ist es beim Schreibtisch dasselbe. (Obwohl ich alle Simplify Tricks kenne bin ich nach wie vor ein “Volltischler”!)

    Servus, aus dem in tiefen Schnee versinkenden Salzkammergut
    Edeltraud

    • Gitte Härter sagt:

      … hihi, dankeschön Edeltraud für “Deine Macken”. Es ist wirklich immer sehr interessant, zu erfahren, was andere Leute so automatisch tun.

      Herzliche Grüße
      Gitte

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