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Fast ein halbes Jahr Steh-Schreibtisch und Varidesk-Test

Im April habe ich mir ja mit IKEA-Teilen einen Selbstbau-Schreibtischaufsatz gebastelt [die Anleitung aus dem Internet ist hier verlinkt] – und nach einem Monat ein Fazit gezogen.

stehtischselbstbau

Das So-gut-wie-abschaffen der regulären Sitzhöhe in meinem Alltag hat total viel geändert. Denn mein Ziel war ja, nebenbei viel mehr Bewegung reinzubringen, und das vielseitiger als vorher. Das hat sich dann insgesamt verändert zu:

sitzenliegensport2

Dennoch gab es Situationen, wo mir das Stehen hinderlich wurde:

  • Beim Zeichnen. Meine Tastatur-Ablage (das rote Brett oben) ist mir zu niedrig und zu schmal für Zeichenbrett und Unterarm. Darum musste ich beim Zeichnen immer auf die obere Ebene, aber das geht nur, wenn ich mich ungut vorbeuge.
  • An Workshop-Tagen: Ich mache ja sehr intensive E-Mail-Schreibworkshops. An diesen Tagen bin ich praktisch an den Schreibtisch gebunden. Ich stehe früher auf, um vorher noch ein paar Dinge zu erledigen. Wenn im Workshop nonstop etwas reinkommt, kann ich nicht – wie üblich – variieren oder früher mal aufhören und rausgehen, sondern muss dann öfter mal sieben oder acht Stunden stehen. Das ist dann das andere Extrem, denn genau wie nur sitzen ist nur stehen nicht der Bringer.
  • Beim Buchschreiben. Ich wollte ja längst ernsthaft loslegen mit dem großen Plankton-Handbuch, bin aber neben „hier ein bisschen, da ein bisschen“ nicht hinausgekommen. Das liegt natürlich auch an anderen Dingen, aber ich bin bei Büchern eine Sturzgeburtschreiberin, die gerne mal stundenlang am Stück schreibt und alles um sich rum vergisst – das führt dann beim Stehen (wie beim Sitzen) gerne mal zu unguter Haltung, die ich vor lauter Schreiberei dann nicht merke und stundenlang verbogen bin.

Mein erster Impuls war dann kürzlich: Ach, dann holste dir irgendeine Stehhilfe – der Herr Kopp-Wichmann hat in seinem Blog übrigens auch einen Selbst-Bau-Steh-Schreibtisch und kürzlich den Muvman getestet.

Ich wollte keinen richtigen Hocker, denn das Stehen selbst gefällt mir supergut. Außerdem hat sich mein Körper total gewöhnt, was in der Anfangsphase ja noch nicht so war. Jedenfalls habe ich mir testweise eine Stehhilfe bestellt, die nur so ein hartes Sitzpolster „am Arsch“ hat, wie man das von der U-Bahn bei den Türen kennt.

Die kam dann auch, aber ohne Aufbauanleitung und alles andere als intuitiv zusammenzubauen. Also wurde ich fuchsteufelswild, hab die Hotline angerufen – und als die dann neben einigen sinnlosen Fragen meinte „Hoffentlich schaffen Sie’s, das aufzubauen!“ habe ich in heiligem Zorn die ganze Scheiße postwendend zurückgeschickt.

Ein paar Tage später kam dann eine total persönliche E-Mail von Sabine von denkBar: Sie hat meinen Beitrag über den IKEA-Stehschreibtisch gelesen und fragt, ob ich nicht den Varidesk testen möchte.

Ganz ehrlich?

Erst hab ich gedacht: Nääääää. Weil auf einen schnell Blick auf der Website hat mich das ganz und gar nicht überzeugt. Weil die E-Mail aber so freundlich und wirklich an MICH gerichtet war [ganz im Gegenteil zu dem vielen Werbezeug, den man sonst als BloggerIn so angetragen bekommt, der zudem oft noch nicht mal passt!], habe ich mir am nächsten Tag gedacht: Schauste mal, ob es eine Video-Rezension gibt, damit ich mir da eher ein Bild von machen kann.

Hab ich dann auch gleich viele gefunden. Neugierig dachte ich: Hmmmm. Das sieht ja doch ideal für mich aus. Dann überleg ich nicht mit Stehhilfe von unten, sondern mit Runterstellen.

Dann war da aber noch was Wichtiges: Testen tu ich das ja supergerne, ABER wie meine BlogleserInnen hier und auf schreibnudel.de wissen, empfehle ich immer nur Produkte, die ich selbst wirklich gut finde. Wenn ich den Schreibtisch-Aufsatz also teste, aber irgendwas nicht so gut finde, dann schreibe ich das auch …

Ja klar, sagte dazu Sabine: „… wir wollen wirklich ehrliche Meinungen hören und lesen, denn nur so kann sich ja auch das Produkt noch mehr verbessern.“

Also gebongt.

Bereits nach wenigen Tagen klingelt es an der Tür:

varidesktest_tagebuch

Erster Eindruck: Wow!

Das Ding ist mörderschwer, beim Auspacken beeindruckt mich sofort die Stabilität. Das hatte ich mir deutlich windiger vorgestellt.

Ich habe mich für ein Test-Modell mit zwei Ebenen entschieden.

Hier mal zwei schnelle Fotos. Zum Ende des Tests mach ich dann noch ein Video mit Details, wie ich es so finde und zeige die simple Handhabung: Rechts und links von der obersten Ebene gibt’s je einen kleinen Hebel – wie beim Autositz-verstellen. Die drückt man gleichzeitig und kann dann entweder nach oben oder nach unten.

Hier ist die Steh-Variante:

varidesk2

… die hat für mich zwei große Vorteile:

  • Im Gegensatz zu meinem Selbstbau, der einfach eine feste Höhe hat, kann ich jetzt viel feiner die passende Höhe für mich „Stumpen“ (165 cm) einstellen. Das ist bei mir nur unwesentlich weniger als bei der IKEA-Variante, aber das macht einen großen Unterschied, merke ich.
  • Die Tastaturebene geht in der Mitte richtig tief hinter (35 cm). Da kann ich supertoll das Grafiktablett ablegen und bekomme nun auf der mittleren Ebene bequem das Zeichnen samt Unterarm unter!

Natürlich empfehle ich erneut fürs Stehen die Anti-Ermüdungsmatte, von der ich im Selbstbau-Artikel schon erzählt habe:

stehsetup

Hier noch ein Bild vom Varidesk in zusammengeklappter Form:

varidesk1

… wenn es ganz nach unten „gefahren“ ist, liegt die untere Platte auf dem Schreibtisch auf. Die Ebene für den Monitor bleibt erhalten.

Theoretisch kann ich jetzt auf meinem Sitness-Ball sitzen [was ich übrigens momentan mache, aber nur, weil ich versprochen habe, den Varidesk zu testen und darum jetzt öfter mal variiere. In Wirklichkeit stehe ich nach wie vor dauernd und finde das mit dem Varidesk noch viel besser als mit dem Selbstbau.]

Ich war praktisch instant-begeistert und dachte schon nach zwei Tagen: Wenn sich das Ding weiterhin bewährt, kauf ichs mir!

Aber jetzt erstmal ausgiebig testen und danach mach ich eine abschließende Video-Rezension. Da sieht man dann auch das Handling besser.

 

Autor:

x-fache Buchautorin, Schreibcoach + Schmarrnproduzentin - Für Schreibtipps bitte rüberspringen auf schreibnudel.de (da gibts auch einen kostenfreien, wöchentlichen Newsletter).

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